Alle Beiträge von Irmgard

Kaffeklatsch bei schönstem Altweibersommer

Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint: an einem der letzten Sommertage hatten wir am Samstag, dem 21. September zu einem Kaffeeklatsch in den Garten des Begegnungshauses geladen und erfreulich viele Mitglieder, Geflüchtete mit Kind und Kegel sowie Neu- Interessierte waren der Einladung gefolgt.So konnten wir nicht nur „Full House“sondern auch „Full Garden“ vermelden.

Nach dem Motto „Vun jedem Stück ä bissel- des gibt ä schääni Schissel“ wurde gemeinsam ein Buffet zusammengetragen, das von selbstgebackenem Kuchen über Käseplatte bis hin zu einem Chicken-Rice Topf reichte. Ying- und Yang – Geben und Nehmen- wurde an diesem Tag gelebt und genossen. Das war schön und kann gerne so weiter gehen!

Im Vorfeld hatte sich unter Anleitung von Katrin und Kim eine Gruppe zusammengefunden, die den Naturgarten des Begegnungshauses doch ein bisschen in Form brachte.

Unser herzlicher Dank geht an Katrin, Kim, Reeber,Nabu, Dursu, Thea, Jürgen, Gertrude,Abdul, Ahmed, Geeta Tejnder und Pajwal. Ihr habt uns eine große Freude gemacht mit Eurem Einsatz!

Schulranzenparty der Erstklässler

Sieben ABC-Schützen durften vor Freude über alle Backen grinsen: Katrin und Kim hatten zum Ende der Sommerferien ins Begegnungshaus eingeladen, wo im Rahmen einer lustigen Feier die künftigen Grundschüler einen Scheck der Walldorfer Kleiderstube erhielten, um den Eltern die Grundausstattung für die Schule ein bisschen zu erleichtern.Ganz bestimmt hat dadurch jedes Kind seinen Wunschschulranzen erhalten können.

Wir bedanken uns auch im Namen der Eltern für dieses unerwartete Geschenk bei den Aktiven der Walldorfer Kleiderstube. Herzlichen Dank!

Walldorfer Erfolgsgeschichten- Tharsika

Walldorfer Erfolgsgeschichten – Tharsika

Tharsika ist eine sehr aktive, freundliche junge Frau aus Sri Lanka. Sie stammt aus einer wohlsituierten Familie und hat ein Diplom in BWL. Sie musste 2017 aus ihrem Heimatland, einem beliebten Urlaubsland, fliehen, weil sie sich öffentlich für die Rechte von Frauen und Mädchen eingesetzte. Hierfür erhielt sie von der Obrigkeit eine Ernst zunehmende Warnung dahingehend, dass sie um ihr Leben fürchten musste. Nach einer Phase des Versteckens bei Freunden floh sie über Katar und die Türkei nach Deutschland. Momentan lebt sie in Walldorf noch im Camp, hat aber eine kleine Wohnung und eine Ausbildungsstelle als Verkäuferin gefunden. Sie ist glücklich, nun auch ihren Lebensunterhalt in Deutschland selbständig  bestreiten zu können.

Wie schafft eine 25-Jährige das ganz allein? Ihre positive Grundeinstellung half ihr, alle angebotenen Deutschkurse mit Bravour zu absolvieren. Danach fand sie Unterstützung bei Barbara im Begegnungshaus in Form eines   Bewerbertrainings und schrieb 40 Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle. Geklappt hat es bei Aldi.

Tharsika freut sich über Wohnung und Ausbildungsstelle sehr, zumal sie in der Filiale Walldorf eingesetzt wird. Alles Gute! Du machst deinen Weg -wir besuchen dich mal beim Aldi!

72 Stunden Aktion der KJG Walldorf

Euch hat der Himmel geschickt!

Die jungen Leute von der KJG Walldorf haben uns in ihrer 72 Stunden Aktion einen lange gehegten Wunsch erfüllt: Im Garten wurde eine Terrasse für musikalische Events oder auch einfach nur zum Sitzen „gezaubert“.Daneben entstand noch ein Hochbeet, das mit Kräutern bepflanzt wurde und nun ein weiteres kleines Highlight in unserem idylllischen Garten darstellt.Auch eine „Integrationsbank“ kann nun „besetzt“ werden! Eine Schar von Freiwilligen hat ein kleines Wunder vollbracht und Großartiges geleistet.

Lange war´s in unseren Köpfen- nun wurde es Realität! Wir danken herzlich und laden zum ersten Event heute schon ein.

Am Donnerstag ging´s los….

Walldorfer Erfolgsgeschichten-Kebba

Schreinerei Winnes macht Kebba zum Winner

Und wieder einmal beweist ein mittelständischer Betrieb in Walldorf Leistung und Größe bei der Integration von Geflüchteten: Kebba aus Gambia ist in dem alteingesessenen Walldorfer Betrieb seit September 2018 im 1. Jahr der dualen Ausbildung zum Schreiner. Sein Chef und Ausbilder Christian Winnes ist mit seinen Leistungen in der Praxis sehr zufrieden und überträgt  ihm auch kleinere Arbeiten in Eigenverantwortung, „denn er ist mit den Händen sehr geschickt“. Auch Frau Winnes lobt ihren Azubi und bescheinigt ihm vorausschauendes Arbeiten sowie eine große Motivation beim Erlernen der deutschen Sprache.

Im Kollegenkreis kommt er wegen seiner Freundlichkeit, seiner Eigeninitiative, seinem Verantwortungsbewusstsein sowie seiner Arbeitsdisziplin gut an. Lediglich die Berufsschule mit ihrem hohen Anteil an Theorie bereitet manch schlaflose Nacht. Aber er hat sich das Ziel gesetzt, die Ausbildung zu schaffen und tut viel dafür: An drei Tagen in der Woche erhält er auf seinen Wunsch hin Nachhilfeunterricht in Deutsch im Begegnungshaus von unterschiedlichen Ehrenamtlichen zusätzlich zum Berufsschulunterricht. Daher kann sich der Vierundzwanzigjährige in Alltagsdingen bereits sehr gut verständigen.

In Gambia hat Kebba nach neun Jahren Schulbesuch schon als Schreiner gearbeitet. Eine Ausbildung, die nur an einer einzigen Schule in der Landeshauptstadt möglich war, konnte sich seine Familie finanziell nicht leisten. Da er sich einer oppositionellen Gruppe angeschlossen hatte, die Missstände im Land anprangerte , war er zur Flucht gezwungen und konnte einer drohenden Inhaftierung gerade noch entgehen. Seine Flucht dauerte 2 Jahre, schließlich kam er im Schlauchboot von Lybien übers Meer nach Sizilien und am Ende nach Walldorf ins Camp. Er fühlt sich in seiner Firma gut aufgehoben und bedankt sich ganz herzlich bei seinen Nachhilfelehrern und ganz speziell bei Andrea Gramlich, die für ihn wie eine zweite Mutter geworden ist. Herr Winnes schließt sich diesem Dank an und betont die positive Unterstützung durch die städtische Integrationsmanagerin Gabi Dörflinger, die auch den Firmen mit Rat und Tat beiseite steht.

Kebba mit dem Ehepaar Winnes, die ihn mit Kopf und Herz unterstützen.

Walldorfer Alltagshelden

Eleni, Sophie, Helen und Katrin;vorne Bahaa und Lama

Projekt: Schüler helfen Schülern

Eleni, Sophie und Helen, drei Schülerinnen der Kursstufe des Walldorfer Gymnasiums haben sich diese Bezeichnung wirklich verdient!. Alle drei folgten spontan einem Aufruf des Vereins Begegnungen im Herbst 2018, kostenlosen Nachhilfeunterricht für Flüchtlingskinder anzubieten. Seitdem arbeiten sie im Projekt „Schüler helfen Schülern“ und unterrichten meist Deutsch und Mathe einmal die Woche im Einzelunterricht. Ihre Motivation ist es, zu helfen, Gutes zu tun und die Welt auch ein kleines bisschen zu verbessern. Das schöne dabei ist: Es kommt etwas zurück: Zwar gibt’s kein Geld, aber die Wertschätzung und Freude der Kinder sind ihnen Lohn genug.

Den Austausch erleben sie bereichernd, erfahren sie doch auch viel über die bisher fremde Kultur und Lebensumstände der Kinder. Und gelacht wird auch dabei! Elenis und Sophies Schützlinge sind in der Grund- oder Hauptschule, heißen Bahaa, Abdullah, oder Razan und Lama. Muss man denn unbedingt eine Spitzenschülerin sein, um Nachhilfeunterricht zu geben? Mitnichten! Keines der Mädchen bezeichnet sich als Spitzenschülerin , aber sie sind Spitze im zwischenmenschlichen Bereich und  besitzen   jede Menge „human ressources“ : Herz mit und über Kopf.

Katrin Siebold, die die Sache ins Rollen gebracht hat, ist zu Recht stolz auf dieses erfolgreiche Projekt, an dem sich mittlerweile über 20 Schüler/innen des Walldorfer Schulzentrums beteiligen.

Herzlichen Dank Euch dreien für dieses Interview, das Mut macht und Hoffnung gibt!

Lesung mit den Geschwistern Zaeri in der Stadtbücherei

Lesung in der Bücherei mit den Geschwistern Zaeri

Viele Zuschauer, darunter auch etliche Geflüchtete,  hatten sich in der Bücherei eingefunden zum gemütlichen Erzählabend mit den Geschwistern Zaeri, die in bester orientalischer Erzähltradition über ihre Flucht aus dem Iran vor 30 Jahren berichteten. Mernoush, die Schriftstellerin,  erzählte kurzweilig, bisweilen auch nachdenklich über ihr Leben als Tochter eines wohlhabenden Arztes. Mehrdad, der bekannte Zeichner und Illustrator, ergänzte aus seiner Sicht.Die Familie hatte das Glück, das „Loch in der Mauer“ als Weg in den Westen  nutzen zu können, so dass sie über Ost-nach West-Berlin, dann  über Karlsruhe nach Heidelberg gelangten, wo die Elern heute noch leben.Diese waren ebenfalls anwesend, und es war berührend vom Vater, einem ehemals praktizierenden Gehirnchirurgen, zu erfahren, dass er in Deutschland als Altenpflegehelfer und später dann als geprüfter Altenpfleger arbeitete, um seine Familie zu ernähren.Dennoch hat er die Flucht niemals bereut, denn sie war der Preis für die Freiheit der Kinder, aus denen alle etwas geworden ist.

Herzlichen Dank an Frau Grabl und ihr Team für diese schöne Kooperation, bei der wir uns als Verein präsentieren duften.

Walldorfer Erfolgsgeschichten-Atif

Walldorfer Erfolgsgeschichten- Atif

Auch der dritte Geflüchtete, der beim Volkswagen Autohaus Alfred Hofmann in Walldorf beschäftigt ist, fühlt sich bei seinem Arbeitgeber außerordentlich wohl und freut sich über die wertschätzende Akzeptanz unter allen Kollegen.

Atif ist 30 Jahre alt, kommt aus dem Irak und ist seit 2015 in Deutschland. Er hat den klassischen Fluchtweg über die Türkei erlebt und ist danach einen Monat durch den Balkan gelaufen, bis er in Walldorf im Camp im Industriegebiet ankam. Er hat sich nach einer kurzen Erprobungsphase als Azubi Karosseriebauer dazu entschlossen, lieber als Facharbeiter beschäftigt zu werden, denn er hat darin eine zehnjährige Berufserfahrung im Irak. Die Firma ist sehr zufrieden mit seinen Leistungen, und er ist stolz darauf, mittlerweile einen festen Arbeitsvertrag zu besitzen. Er kann sich gut in  deutsch verständigen, hat A2 Niveau erreicht, will sich aber ab Januar 2019 durch einen Kurs in der Volkshochschule weiter verbessern. Ausdrücklich bedankt er sich auch bei seinem Paten, Stadtrat Hans Wölz, der den Kontakt mit der Firma Alfred Hofmann geknüpft hat. Frau Hofmann schließt sich dem Dank an, denn ohne seine stetige Hilfe wäre ein Durchkommen   im Bürokratie- Dschungel schwer gewesen. Atif ist mittlerweile verheiratet und stolzer Vater. Atif, wir wünschen weiterhin alles Gute!

Der Verein Begegnungen bedankt sich ganz besonders bei Frau Ingeborg Hofmann, die gemeinsam mit ihrem Mann Alfred Hofmann ein leuchtendes Beispiel für die Leistungskraft und Integrationsfähigkeit von mittelständischen Betrieben darstellt. Eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich zur Aufgabe gemacht hat, sich nicht an den Defiziten, sondern an den Ressourcen der Menschen zu orientieren. Und sie hat auch noch Erfolg dabei! Schade dass wir keine Orden verleihen-hier wäre ein Mensch, der einen Orden verdient!

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Efrem hat in jungen Jahren schon viel erlebt

Efrem aus Eritrea, 21 Jahre alt und kam als unbegleiteter Flüchtling vor 4 Jahren nach Deutschland, wo er im Stift Sunnisheim in Sinsheim landete.

Er ist mittlerweile im 3. Ausbildungsjahr zum KFZ- Mechatroniker, die Praxis läuft und auch in der Berufsschule zeigt er ordentliche Leistungen, wenn er auch nicht ganz zufrieden ist.

Beim Volkswagen Autohaus Alfred Hofmann unterstützen sich kaufmännische und gewerbliche Azubis durch wöchentliches gemeinsames Lernen, wovon er viel profitiert.

Er wird vom Kummer überwältigt, als er über seine Lebensgeschichte spricht: Er floh vor dem militärischen Zwangsdienst in Eritrea als Halbwüchsiger mit mehreren Freunden gemeinsam  in stockdunkler Nacht über die Grenze nach Äthiopien. Hier entkamen sie nur knapp den Schüssen der Grenzsoldaten und flohen weiter durch den Sudan nach Lybien. Die Schlepper nahmen ihnen viel Geld ab für die Reise durch die Sahara, gaben ihnen aber tagelang kein Wasser zu trinken. Einer seiner Freunde überlebte nicht, was Efrem bis heute nicht verkraftet hat.

Er zeigt sich im Gespräch als sehr ernster junger Mann, denn sein Leidensweg verlängerte sich in Deutschland, als er bei Volljährigkeit aus der Jugendhilfeeinrichtung entlassen wurde und trotz Unterstützung kein Zimmer fand. Mit Hilfe von Menschen, die Menschlichkeit über Vorschriften stellten, gelang es ihm, eine schwere Zeit erfolgreich zu durchlaufen.

Er ist insbesondere Frau Hofmann sehr dankbar, dass sie ihn immer unterstützte, auch wenn nicht alles rund lief. Mittlerweile wohnt er in einer WG und freut sich über die Geburt seines ersten Kindes.

Alles Gute,Efrem!

Musikalisches Highlight am 3. Februar um 18.00 Uhr

STEN in Concert

Testing

Den Walldorfern etwas über Sten zu erzählen, heißt Eulen nach Athen tragen.Er ist ein beliebter Bestandtteil der regionalen Musikszene, bodenständig und von hohem musikalischen Format. Mal rockig, mal verträumt, : aber immer bei seinen Zuhörern. Wir freuen uns sehr, ihn zu einem Benefizkonzert mit Wohnzimmerathmosphäre im Begegnungshaus begrüßen zu dürfen.Wenn wir Glück haben, ist seine Tochter Tara mit iher außergewöhnlichen Stimme mit von der Partie. Ein veritables Family-Event, an dem wir alle teilhaben dürfen!

Herzliche Einladung an alle Interessierten, Fans, Walldorfer und solche, die in diesem Fall gerne Walldorfer wären!