Nach fast einem Jahr nach der Eröffnung möchten wir die Gelegenheit nutzen, einen Moment innezuhalten und gemeinsam auf unsere Reise zurückzublicken: die Entstehung und Entwicklung unseres Werkstatt Cafés in Walldorf.
Alles begann im Juni 2024 mit einem ersten Treffen der Gründungsmitglieder in einem gemütlichen Wohnzimmer. Es ging ums Kennenlernen, um Ideenaustausch und um die Frage: Was wollen wir gemeinsam schaffen? Jeder und jede brachte persönliche Vorstellungen, Ideen und Engagement mit an den Tisch.
Die größte Herausforderung: Wir brauchten mindestens eine ausgebildete Elektrofachkraft – eine zwingende Voraussetzung für den Betrieb eines Werkstatt Cafés. Die Suche erwies sich als langwierig. Doch unser Durchhaltevermögen zahlte sich aus: Im Oktober 2024 konnten wir endlich eine Elektrofachkraft begrüßen – ein erster Meilenstein! Danach folgte die konkrete Planung des 1. Termins. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Kolleginnen vom Wieslocher Werkstatt Café. Mit ihrer Erfahrung, großem Engagement und Weiterbildungen für unsere Helfenden zu „EuPs“ (elektrotechnisch unterwiesenen Personen) waren sie uns eine große Hilfe.

Am Montag, dem 18. November 2024, war es dann endlich so weit: Die Türen unseres Werkstatt Cafés öffneten sich zum allerersten Mal. Die Aufregung bei den Helfenden war groß. Doch schon nach dem ersten Nachmittag war klar: Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Stimmung war herzlich, der Kuchen schmeckte, und die Spendenbox füllte sich erfreulich schnell.
Seitdem haben wir jeden 3. Montag im Monat geöffnet – mit Ausnahme der Schulferien, in denen auch das Begegnungshaus geschlossen bleibt. Unser Team ist gewachsen: Neue Helfende und sogar eine zweite Elektrofachkraft sind mittlerweile dabei. Wir sind gut vernetzt mit anderen Werkstatt Cafés in der Region und auf mehreren Internetplattformen präsent.
Eine erste Bilanz nach sieben Terminen:
- 98 Geräte wurden insgesamt begutachtet.
- 41 Geräte konnten erfolgreich repariert werden!
- 19 Reparaturen wurden vertagt, weil zunächst Ersatzteile besorgt werden mussten.
- 10 Geräte gaben uns Rätsel auf – der Fehler war schlicht nicht nachvollziehbar.
- 28 Geräte mussten wir leider als nicht reparabel einstufen – teilweise aus Sicherheitsgründen.
Besonders erfreulich: Die Auslastung ist gut, die Wartezeiten sind meist kurz – und sie vergehen wie im Flug bei einem Stück Kuchen und netten Gesprächen. Den bisher größten Andrang hatten wir am 20. Januar mit stolzen 22 Geräten.

Die Mehrheit der Reparaturfälle betrifft Elektro- und Elektronikgeräte. Doch auch Näharbeiten, Fahrräder und technische Beratung rund um Handy und Computer gehören zum Alltag bei uns.
Was wir uns für die Zukunft wünschen:
- Mehr helfende Hände – ganz besonders freuen wir uns über eine dritte Elektrofachkraft.
- Neue – und gern auch jüngere – Besucher. Erzählt in Freundeskreis und Familien von uns!
- Ab und zu ein selbstgebackener Kuchen – anstatt einer Geldspende.