Archiv der Kategorie: Erfolgsgeschichten

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal lassen wir Andrij und seine Frau Tetjana selber ihre Geschichte erzählen. Sie schreiben:


„Im Februar 2023 kamen Andrij und Tetjana mit ihrer Familie aus der ukrainischen Stadt Saporischschja nach Walldorf. In der Ukraine arbeitete Andrij im Bauwesen und ist ein Allround-Handwerksmeister. In Deutschland fand er schnell eine neue Aufgabe als Hausmeister und setzt nun seine Erfahrung und sein handwerkliches Geschick ein, um lokalen Gebäuden Komfort und Ordnung zu verleihen.

Tetjana, von Beruf Juristin, war in der Ukraine in verschiedenen Geschäftsprojekten tätig, darunter eine moderne Fahrschule. Der Krieg änderte jedoch ihre Pläne, und nun baut sie eine Karriere im sozialen Bereich auf. Sie arbeitet bei Malteser und hat kürzlich eine Ausbildung zur Mobilpflegehelferin abgeschlossen, um Menschen zu unterstützen, die Pflege benötigen.

Der besondere Stolz der Familie sind ihre sieben Kinder, von denen drei Waisen sind und durch die warmherzigen Herzen von Andrij und Tetjana ein neues Zuhause gefunden haben. Heute besuchen die 4 jüngeren Kinder erfolgreich die Schule, um ihren eigenen Weg im neuen Land zu gehen. Die Ältern blieben in der Heimat, um dort Berufe zu erlernen und zu arbeiten.


Die Geschichte ist ein Beispiel für Stärke, Zusammenhalt und den Willen, trotz aller Schwierigkeiten ein neues Leben aufzubauen. Walldorf ist für sie zu einer zweiten Heimat geworden, und sie integrieren sich aktiv in die Gesellschaft, indem sie ihren Beitrag zu deren Entwicklung leisten.“

Andrij hilft uns immer wieder bei handwerklichen Tätigkeiten im Begegnungshaus, dafür möchten wir uns herzlich bei ihm bedanken. Dieses Mal hat er den Flur verschönert.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Ab dem 3. März ist die Fahrrad-Werkstatt wieder zurück aus ihrer Winterpause und hat jeden Montag von 14-17 Uhr geöffnet.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal erzählen wir die Geschichte von Yuliia und ihrer Familie.

Sie flüchtete im April 2022 (über Russland, Lettland, Litauen und Polen mehr als 4500 km) gemeinsam mit ihrem Mann Roman und ihren beiden Töchtern Valeriia und Mariia aus ihrem Heimatort Kachowka in der Region Cherson im Süden der Ukraine nach Walldorf.

Bereits im Juli desselben Jahres fing Yuliia (die ausgebildete Yoga-Lehrerin ist) an, sich ehrenamtlich bei der Tafel in Walldorf zu engagieren. Dadurch verbesserte sie nebenher ihre Deutsch-Kenntnisse. Zur Zeit besuchen Roman und sie einen B2-Deutsch-Kurs.

Die beiden Töchter besuchen das Walldorfer Gymnasium und beteiligen sich dort an verschiedenen AG`s. Mariia spielt außerdem noch Geige in einem Orchester in Wiesloch.

Yuliia engagiert sich seit langem auch bei uns im Begegnungshaus. Sie überlegt sich immer wieder gerne verschiedene Bastel-Aktionen, besorgt die Materialien dafür (das Geld bekommt sie natürlich von uns erstattet) und führt diese dann federführend durch. Außerdem stellt sie gemeinsam mit anderen geflüchteten Ukrainerinnen unermüdlich Dosenkerzen aus gespendeten Konservendosen und Wachsresten her, die regelmäßig in die Front-Gebiete der Ukraine transportiert werden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Yuliia für ihr ehrenamtliches Engagement und freuen uns schon auf das bevorstehende Osterbasteln mit ihr am am 27. März und 3. April.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Vor einem Jahr kamen Alexander, Anna und ihre 23-jährige Tochter Valeria aus der Ukraine nach Deutschland.
Am Anfang stießen sie in Walldorf auf zahlreiche Schwierigkeiten. Die Sprachbarriere, fehlende soziale Kontakte und bürokratische Hürden schienen unüberwindbar. Doch sie gaben nicht auf und versuchten, sich an das neue Leben anzupassen.
Im Begegnungshaus fanden sie nicht nur Unterstützung, sondern auch neue Freunde.
Alexander, der zuvor in Finanzunternehmen und im Tourismus gearbeitet hatte, lernte schnell aktiv Deutsch. Heute schließt er erfolgreich den B2-Kurs an der VHS ab und bereitet sich auf eine berufliche Umschulung vor. Er engagiert sich ehrenamtlich regelmäßig in der Fahrrad-Werkstatt und in der Kleiderstube.  Anna, die ehemalige Inhaberin eines Reisebüros, beendet gerade den B1-Kurs. Sie möchte gerne wieder mit Kunden arbeiten, um den Menschen die Welt näherzubringen.
Ihre Tochter Valeria hat einen Master in Management und Marketing, spricht sechs Sprachen, kann aber aufgrund bürokratischer Hindernisse ihre Karriere noch nicht beginnen. Sie unterrichtet zur Zeit im Begegnungshaus Deutsch für Kinder. So hilft sie nicht nur anderen sich anzupassen, sondern findet in dieser Tätigkeit auch selbst Sinn und Erfüllung.

Ein Jahr später fühlt sich die Familie nun als Teil der Walldorfer Gemeinschaft. Ihre Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, wie man unter schwierigen Umständen Unterstützung finden und ein neues, erfolgreiches Leben beginnen kann.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal lassen wir Lama ihre Geschichte erzählen:

„Ich bin Lama aus Syrien und auf dem Foto sind mein Mann Hakam und unsere wunderbaren Kinder Fares und Jad zu sehen.
Im Jahr 2015 kamen mein Mann und mein Bruder nach einer gefährlichen Flucht nach Deutschland. Weniger als ein Jahr später kam ich alleine nach Deutschland nach und begann im September 2016 den Deutsch-Integrationskurs zu besuchen. Da ich einen Abschluss in englischer Literatur habe, konnte ich die Sprache schnell erlernen und die B1-Prüfung bestehen. Unser einziges Ziel war und ist es, unseren Kindern ein sicheres und stabiles Leben zu ermöglichen. Deshalb arbeitete mein Mann Hakam in mehreren Bereichen, die von seinem eigentlichen Abschluss als Geologe weit entfernt sind, bis er endlich eine Festanstellung bekommen hat.

Seit drei Jahren arbeite ich nun als Lehr-Assistentin in einem Deutschkurs für Mütter mit Kindern im Begegnungshaus.
Meine Familie und ich sind sehr glücklich in Walldorf und sind allen wunderbaren Menschen wie der Familie Speer, Frau Siebold, der Walldorfer Gemeinde und vielen anderen sehr dankbar.

Wir danken aus ganzem Herzen, dass Deutschland unsere neue Heimat ist.“

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Ich heiße Maryna und möchte euch gerne unsere Familie vorstellen:
Mein Mann Oleksii und ich haben zwei Kinder: Mariia (7 Jahre) und Martin (4 Monate).

Nach Deutschland kamen wir vor zwei Jahren aus der Ukraine und seitdem wohnen wir in Walldorf. Erst einmal haben wir sehr intensiv Deutsch gelernt. Hier hat uns das Begegnungshaus mit seinen Deutschkursen sehr unterstützt. 
Oleksii arbeitet zurzeit beim Flora Park Wagner in Wiesloch und besucht in der VHS einen B2 Beruflichen Deutschkurs. Seine Freizeit verbringt er meistens beim Fußball der ortsansässigen Vereine, wo er seine Sprachkenntnisse, besonders den Walldorfer Dialekt, verbessern kann.
Unsere Tochter Mariia ist Erstklässlerin in der Schillerschule und sie findet die Schule echt toll. In ihrer Freizeit geht sie gerne zum Tanzen, das macht ihr viel Spaß.
Ich habe im Juli 2023 die B1 Deutsch-Prüfung erfolgreich absolviert und seitdem engagiere ich mich ehrenamtlich in Walldorf und im Rhein-Neckar-Kreis.
Oleksii und ich unterrichten im Begegnungshaus auch Deutschkurse für Anfänger*innen. Es ist eine ganz neue Erfahrung für uns beide und das macht uns wirklich Spaß. Die Unterstützung des Begegnungshauses, die wir immer bekommen haben, möchten wir nun anderen zu Teil werden lassen.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal erzählen wir die beeindruckende Geschichte von Subhee Sheikho:

Sie ist ein lebhaftes Beispiel für Durchhaltevermögen, Resilienz und den Glauben an eine bessere Zukunft.

Inmitten der Wirren des Januars 2013, als Aleppo von Gewalt erschüttert wurde, erlebte Subhee einen Schicksalsschlag, der sein Leben für immer verändern sollte. Ein verheerender Anschlag auf die Universität von Aleppo, der sein weiteres Studium unmöglich machte.

Im Juli 2015 wagte Subhee den gefährlichen Weg nach Europa und erreichte schließlich Stuttgart. Sein Weg führte ihn weiter nach Walldorf, wo er ein neues Kapitel seines Lebens aufschlug.

Er sich entschied sich, eine Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Firma TIS zu absolvieren.

Im Jahr 2023 erlebte Subhee erneut eine unerwartete Wendung, als ihm die Firma einen Aufhebungsvertrag anbot und viele Mitarbeiter entlassen wurden. Der plötzliche Schock der Arbeitslosigkeit hätte ihn zermürben können, doch Subhee weigerte sich aufzugeben. Mit Entschlossenheit und Beharrlichkeit fand er bald einen neuen Arbeitgeber bei ITS. Subhee ist sehr stolz darauf, dass er nun seinen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann.

Er wurde von unserer Ehrenamtlichen Barbara Kuhn betreut, bei der er sich herzlich für ihre unermüdliche Unterstützung und Fürsorge während all der Jahre bedankt. Ohne ihre Hilfe und Anleitung wäre es ihm sicherlich viel schwerer gefallen, seine Ausbildung zu meistern und seinen Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu finden.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal berichtet uns Abdul von seiner Flucht aus seinem Heimatland Syrien nach Deutschland:

„Die Reise vom Tod zum Leben begann, als ich auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien 2015 in Deutschland ankam.
Nach ungefähr einem Monat kam ich nach Walldorf. Dort lernte ich viele neue Leute kennen.
Nach sechs Monaten arbeitete ich bei einer netten Familie, bestehend aus einer Mutter und einem Sohn, in einem Reparaturbetrieb für Kleidung.
Im Jahr 2017 habe ich begonnen, mich ehrenamtlich in der Stadt zu engagieren und bis jetzt mache ich damit weiter. Ich helfe immer mittwochs mit viel Spaß in der Kleiderstube.
Ich habe meiner Lehrerin Margareta viel zu verdanken, dass sie mir die deutsche Sprache beigebracht hat. Und auch den Ehrenamtlichen im Sprachcafé des Begegnungshauses.
In einer nahegelegenen Stadt gab es ein Projekt um Nähen zu lernen, das ich betreute, aber leider wurde es aufgrund der Corona-Epidemie gestoppt.
Und als die Corona-Epidemie kam, hatte ich die Pflicht, dem Land, das mir alles gegeben hat, etwas zurückzugeben. Einige Leute haben Stoffe gespendet und so haben wir mehr als 500 Masken genäht.
Ich arbeite jetzt seit vier Jahren fest in Wiesloch. Habe mich bemüht, die Sprache zu lernen und deshalb bin ich stolz und glücklich, nun die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen zu haben. Nun bin ich ein Mitglied des deutschen Staates geworden, in dem Recht, Sicherheit und Gleichheit zwischen allen Geschlechtern und Religionen herrschen.“

Auf dem Foto sind Abdul und Alicia zu sehen, deren Brautkleid Abdul angepasst hat.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Mein Name ist Arwa und ich bin an Weihnachten 2017 mit meinen beiden kleinen Kindern Mulham und Karam aus Syrien nach Deutschland gekommen. Da lebte mein Mann Weesam bereits seit 2,5 Jahren allein in Deutschland.
In Walldorf haben wir unser neues Leben begonnen und im Begegnungshaus haben wir viele nette ehrenamtliche Leute getroffen, die uns immer geholfen haben.
Ab Februar 2018 gingen die Kinder dann in den Kindergarten und ich besuchte Integrationskurse in Walldorf und Wiesloch. Im November 2021 erhielt ich dann mein C1-Zertifikat (bedingt durch Corona erst nach so langer Zeit).

Mit Hilfe der Integrations-Managerin Frau Dörflinger begann ich meine erste Arbeit in Walldorf in einem Projekt fürs Landratsamt (Deutschkurse für Mütter mit kleinen Kindern). Der Kurs fand im Begegnungshaus statt. Da ich selber Mathelehrerin bin und inzwischen gut Deutsch sprach, konnte ich einen Deutschkurs für Anfänger an 2 Tagen/Woche leiten und an den anderen beiden Tagen betreute ich die Kinder im anderen Kurs. Später habe ich dann als Sozialpädagogin bei der USS GmbH in Wiesloch gearbeitet. Meine Arbeit dort habe ich sehr gemocht.

Mein Mann ist gelernter Elektroingenieur und arbeitet jetzt als Dozent und Übersetzter. Unsere Söhne besuchen inzwischen die Schule und uns als Familie geht es sehr gut hier in Walldorf.
Wir sind sehr froh, dass wir die Chance hatten, in Deutschland zu leben und wir sind Deutschland und allen Menschen, die für uns immer da waren, sehr dankbar.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal möchten wir die Erfolgsgeschichte von Jadaan aus Syrien erzählen.

Aus seinem Heimatland ist er 2015 während der großen Flüchtlingswelle zusammen mit seinem Bruder und seinem Cousin nach Deutschland geflüchtet. Von da an lebte er bis 2021 hier in Walldorf. Nach dem Besuch von diversen Sprachkursen hat Jadaan zunächst in der Gastronomie gearbeitet, bis er im vergangenen September bei der MEV in Mannheim eine Ausbildung zum Wagenmeister begonnen hat, die er mittlerweile erfolgreich abgeschlossen hat. Sogar eine Zusatz-Qualifizierung hat er bereits wieder mit Erfolg beendet. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinem 4jährigen Sohn in Heidelberg.

Wir wünschen der jungen Familie alles Gute für ihre Zukunft in Deutschland.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Heute erzählen wir die Erfolgsgeschichte von Faride, 28 Jahre. Sie stammt aus Afghanistan und floh 2014 vor den Kämpfen in ihrem Heimatort gemeinsam mit ihren Eltern und vier Geschwistern.

Ende 2014 erreichte sie über die Balkan-Fluchtroute (Türkei, Griechenland und die Balkan-Länder) Deutschland zu Fuß. Inzwischen lebt ihre ganze Familie in München, während Faride mit ihrem Mann und ihrer damals 1-jährigen Tochter durch die zentrale Verteilung von Flüchtlingen von München aus über Karlsruhe in Walldorf gelandet ist.

Zunächst besuchte sie ein Jahr lang Deutsch-Sprachkurse und schaffte im darauffolgenden Jahr dann ihren Hauptschulabschluss in Wiesloch. Anschließend absolvierte sie ihre Ausbildung zur Einzelhandels-Kauffrau bei Edeka Astor, die sie Anfang Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen hat. Danach ist sie direkt in ein festes Angestellten-Verhältnis übernommen worden.

Ein toller Erfolg, zu dem wir ganz herzlich gratulieren! In ihrer Freizeit kocht und backt Faride leidenschaftlich gern und verbringt Zeit mit Mann und Tochter bei schönen Ausflügen.

Alles Gute für deinen weiteren Lebensweg, Faride!