Archiv der Kategorie: Erfolgsgeschichten

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal berichtet uns Abdul von seiner Flucht aus seinem Heimatland Syrien nach Deutschland:

„Die Reise vom Tod zum Leben begann, als ich auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien 2015 in Deutschland ankam.
Nach ungefähr einem Monat kam ich nach Walldorf. Dort lernte ich viele neue Leute kennen.
Nach sechs Monaten arbeitete ich bei einer netten Familie, bestehend aus einer Mutter und einem Sohn, in einem Reparaturbetrieb für Kleidung.
Im Jahr 2017 habe ich begonnen, mich ehrenamtlich in der Stadt zu engagieren und bis jetzt mache ich damit weiter. Ich helfe immer mittwochs mit viel Spaß in der Kleiderstube.
Ich habe meiner Lehrerin Margareta viel zu verdanken, dass sie mir die deutsche Sprache beigebracht hat. Und auch den Ehrenamtlichen im Sprachcafé des Begegnungshauses.
In einer nahegelegenen Stadt gab es ein Projekt um Nähen zu lernen, das ich betreute, aber leider wurde es aufgrund der Corona-Epidemie gestoppt.
Und als die Corona-Epidemie kam, hatte ich die Pflicht, dem Land, das mir alles gegeben hat, etwas zurückzugeben. Einige Leute haben Stoffe gespendet und so haben wir mehr als 500 Masken genäht.
Ich arbeite jetzt seit vier Jahren fest in Wiesloch. Habe mich bemüht, die Sprache zu lernen und deshalb bin ich stolz und glücklich, nun die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen zu haben. Nun bin ich ein Mitglied des deutschen Staates geworden, in dem Recht, Sicherheit und Gleichheit zwischen allen Geschlechtern und Religionen herrschen.“

Auf dem Foto sind Abdul und Alicia zu sehen, deren Brautkleid Abdul angepasst hat.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Mein Name ist Arwa und ich bin an Weihnachten 2017 mit meinen beiden kleinen Kindern Mulham und Karam aus Syrien nach Deutschland gekommen. Da lebte mein Mann Weesam bereits seit 2,5 Jahren allein in Deutschland.
In Walldorf haben wir unser neues Leben begonnen und im Begegnungshaus haben wir viele nette ehrenamtliche Leute getroffen, die uns immer geholfen haben.
Ab Februar 2018 gingen die Kinder dann in den Kindergarten und ich besuchte Integrationskurse in Walldorf und Wiesloch. Im November 2021 erhielt ich dann mein C1-Zertifikat (bedingt durch Corona erst nach so langer Zeit).

Mit Hilfe der Integrations-Managerin Frau Dörflinger begann ich meine erste Arbeit in Walldorf in einem Projekt fürs Landratsamt (Deutschkurse für Mütter mit kleinen Kindern). Der Kurs fand im Begegnungshaus statt. Da ich selber Mathelehrerin bin und inzwischen gut Deutsch sprach, konnte ich einen Deutschkurs für Anfänger an 2 Tagen/Woche leiten und an den anderen beiden Tagen betreute ich die Kinder im anderen Kurs. Später habe ich dann als Sozialpädagogin bei der USS GmbH in Wiesloch gearbeitet. Meine Arbeit dort habe ich sehr gemocht.

Mein Mann ist gelernter Elektroingenieur und arbeitet jetzt als Dozent und Übersetzter. Unsere Söhne besuchen inzwischen die Schule und uns als Familie geht es sehr gut hier in Walldorf.
Wir sind sehr froh, dass wir die Chance hatten, in Deutschland zu leben und wir sind Deutschland und allen Menschen, die für uns immer da waren, sehr dankbar.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal möchten wir über Zeeshan und seine Familie aus Pakistan berichten – eine echte Walldorfer Erfolgsgeschichte. Er hat seine Geschichte selber aufgeschrieben:

Ich heiße Zeeshan Rahab. Ich kam im Juli 2015 nach Deutschland und im August dann in Walldorf an. Leider hatte ich als Pakistani keine Erlaubnis für Sprachkurse. Aber Gott öffnete eine andere Tür für mich. Die Agentur für Arbeit hatte ein Programm namens “Laura“ gestartet. Dieses Programm fand in Mannheim statt und der Zweck bestand darin, die Teilnehmer auf die Einführung und das Interview in deutscher Sprache vorzubereiten. Nach diesem 6-monatigen Kurs bekam ich eine Arbeitsstelle im Crowne Plaze Hotel Heidelberg. In den nächsten zweieinhalb Jahren habe ich meine Deutschkenntnisse verbessert und das B1-Niveau bestanden. Durch diesen Erfolg wurde mein Asylantrag angenommen. Nach weiteren 6 Monaten konnte schließlich auch meine Familie (meine Frau und meine fünf Kinder) aus Pakistan zu mir nach Deutschland ziehen. Die Walldorfer Gemeinde war immer sehr hilfsbereit und unterstützend. Wir werden uns als gute Bürger Deutschlands erweisen. Mein besonderer Dank gilt dem Begegnungshaus, der Kleiderstube und der Stadt Walldorf.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Dieses Mal möchten wir die Erfolgsgeschichte von Jadaan aus Syrien erzählen.

Aus seinem Heimatland ist er 2015 während der großen Flüchtlingswelle zusammen mit seinem Bruder und seinem Cousin nach Deutschland geflüchtet. Von da an lebte er bis 2021 hier in Walldorf. Nach dem Besuch von diversen Sprachkursen hat Jadaan zunächst in der Gastronomie gearbeitet, bis er im vergangenen September bei der MEV in Mannheim eine Ausbildung zum Wagenmeister begonnen hat, die er mittlerweile erfolgreich abgeschlossen hat. Sogar eine Zusatz-Qualifizierung hat er bereits wieder mit Erfolg beendet. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und seinem 4jährigen Sohn in Heidelberg.

Wir wünschen der jungen Familie alles Gute für ihre Zukunft in Deutschland.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Heute erzählen wir die Erfolgsgeschichte von Faride, 28 Jahre. Sie stammt aus Afghanistan und floh 2014 vor den Kämpfen in ihrem Heimatort gemeinsam mit ihren Eltern und vier Geschwistern.

Ende 2014 erreichte sie über die Balkan-Fluchtroute (Türkei, Griechenland und die Balkan-Länder) Deutschland zu Fuß. Inzwischen lebt ihre ganze Familie in München, während Faride mit ihrem Mann und ihrer damals 1-jährigen Tochter durch die zentrale Verteilung von Flüchtlingen von München aus über Karlsruhe in Walldorf gelandet ist.

Zunächst besuchte sie ein Jahr lang Deutsch-Sprachkurse und schaffte im darauffolgenden Jahr dann ihren Hauptschulabschluss in Wiesloch. Anschließend absolvierte sie ihre Ausbildung zur Einzelhandels-Kauffrau bei Edeka Astor, die sie Anfang Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen hat. Danach ist sie direkt in ein festes Angestellten-Verhältnis übernommen worden.

Ein toller Erfolg, zu dem wir ganz herzlich gratulieren! In ihrer Freizeit kocht und backt Faride leidenschaftlich gern und verbringt Zeit mit Mann und Tochter bei schönen Ausflügen.

Alles Gute für deinen weiteren Lebensweg, Faride!

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Heute erzählen wir von Tharsika, 27 Jahre alt, aus Sri Lanka. Sie hat im Februar 2017 ganz alleine ihre Heimat verlassen und ist über die Türkei nach Deutschland gekommen. Ihre Familie gehört der tamilischen Minderheit auf Sri Lanka an und war dort Repressalien ausgesetzt.

Tharsika konnte nach ihrem Abitur in ihrer Heimat auch noch ein Diplom als Buchhalterin erwerben, bevor sie sich auf den Weg nach Deutschland gemacht hat. Bei uns angekommen, hat sie sehr schnell Deutschkurse belegt und das Niveau B2 erreicht, welches ihr erlaubte, eine Ausbildung zu beginnen.

Mit viel Eigeninitiative und Ehrgeiz ist es ihr gelungen, einen Ausbildungsplatz als Verkäuferin bei Aldi Süd zu bekommen. Dabei haben sie Barbara Kuhn und Andrea Schwarz aus unserem Verein intensiv begleitet und mit ihr z.B. Vorstellungsgespräche geübt.

Ihre im September 2019 begonnene Ausbildung konnte Tharsika nun erfolgreich abschließen. Ihr Ergebnis war so gut, dass Aldi Süd sie direkt in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen hat. Sie fühlt sich prima in die Gemeinschaft der Kollegen integriert und sehr wohl in der Filiale in Walldorf.

In Zukunft möchte sie sich gerne weiterbilden. Ihr Traum wäre es, Buchhalterin zu werden. Dafür lernt sie weiterhin Deutsch und mittlerweile auch Englisch. In ihrer Freizeit liest sie gerne, kocht und hört Musik.

Alles Gute Tharsika!

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Heute erzählen wir die Geschichte von Samir und seiner Familie.

Sie flohen 2015 aus ihrer Heimat Syrien zunächst in die Türkei. Von dort kam Samir erst einmal ganz alleine im Juli 2015 nach Deutschland. Über Sprachkurse bei der vhs lernte er Rita kennen, die sich bald gemeinsam mit ihrem Mann Reinhold intensiv um Samir kümmerte.

Gemeinsam versuchten sie, den Familien-Nachzug für Samirs Frau und seine drei Kinder zu organisieren. Dazu waren viele Briefe und Behördengänge notwendig. Erst mehr als drei Jahre später, im Dezember 2018, war es dann endlich so weit. Samir durfte seine Frau Nura und seine beiden Söhne Raman und Dyar am Stuttgarter Flughafen endlich wieder in seine Arme schließen. Da Tochter Yara zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits volljährig war, durfte sie zunächst nicht mit einreisen. Dies sollte noch einmal bis zum März 2020 dauern!

Mit der kontinuierlichen Unterstützung von Rita und Reinhold gelang es Samir, nicht nur eine Wohnung in Walldorf zu finden, sondern auch ein inzwischen unbefristetes Arbeitsverhältnis bei der Wäscherei Schäfer zu erhalten. Er ist gelernter Schneider und an seinem Arbeitsplatz ein geschätzter Mitarbeiter und Kollege.

Inzwischen lebt die ganze Familie sehr gerne in Walldorf und hat sich gut eingelebt. Über die Jahre ist ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Samirs Familie und den Familien-Paten Rita und Reinhold entstanden, das alle sehr schätzen.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Wir werden nicht müde, über die Erfolgsgeschichten unserer Flüchtlinge zu berichten.

Mohanad ist 29 Jahre alt und im Jahr 2014 aus seiner Heimat Irak wegen des Krieges zunächst in die Türkei geflüchtet. Von dort kam er dann 2015 mit der großen Flüchtlingswelle nach Deutschland. Er hat seine ganze große Familie (Eltern sowie acht Brüder und zwei Schwestern) im Irak zurücklassen müssen.

Mohanad hatte im Irak bereits ein Studium der Informatik abgeschlossen und hat darauf aufbauend hier bei uns dann 2018 (nachdem seine deutschen Sprachkenntnisse gut genug waren) eine Ausbildung zum Informatiker in der Anwendungsentwicklung bei der Firma j&s soft GmbH in Heidelberg begonnen.

Diese Ausbildung wird er im Mai 2021 mit der Abschlussprüfung sicherlich erfolgreich beenden. Besonders gut hat ihm dabei die Abwechslung zwischen Theorie in der Berufsschule und Praxis in der Firma gefallen. Dank der Unterstützung von verschiedenen Ehrenamtlichen bei der Bewältigung der deutschen Bürokratie und seinem unbedingten Willen ist es Mohanad gelungen, hier in Deutschland erfolgreich Fuß zu fassen.

In seiner Freizeit geht er gerne spazieren und schwimmen und ist immer neugierig und offen für neue Dinge.

Alles Gute weiterhin Mohanad!

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Diesmal: Veronique aus Togo in West-Afrika.

Veronique kam 2017 ganz alleine aus ihrem Heimatland nach Deutschland, da sie als Christin dort religiös verfolgt wurde und landete schlussendlich in Walldorf. Sie besuchte Sprachkurse, um Deutsch zu lernen und vertiefte ihre Kenntnisse unter anderem bei uns im Begegnungshaus in unserem beliebten Sprach-Café.

Als gläubige Katholikin suchte sie den Kontakt zu unserer Gemeinde St. Peter. Hier singt sie inzwischen im Kirchenchor und lernte dadurch auch ihre deutsche „Ersatzfamilie“ kennen. Cornelia und Thomas kümmen sich seitdem regelmäßig um Veronique und helfen ihr bei all den anfallenden Hürden und Schwierigkeiten in einem ganz fremden Land.

Über ihre Ersatzeltern lernte sie das Astor-Stift kennen und absolviert dort mittlerweile eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Inzwischen ist sie schon in ihrem 2. Ausbildungsjahr. Die Kollegen haben sie mit offenen Armen empfangen und auch die Bewohner mögen „ihre Veronika“ (so nennt sie sich dort der besseren Aussprache wegen) sehr gerne – immer freundlich, den alten Menschen zugewandt und mit einem Lächeln auf den Lippen.

Sie lebt mittlerweile in einer eigenen kleinen Wohnung in Walldorf, in der sie sich sehr wohl fühlt. Wir finden, eine tolle Erfolgsgeschichte und wünschen Veronique alles Gute für ihre Zukunft.

Walldorfer Erfolgsgeschichten

Diesmal erzählen wir die Geschichte von Nabu (32 Jahre). Sie stammt aus Gambia und verlor als Kleinkind ihre Eltern bei einem Brand. Dabei erlitt auch sie selbst schwere Verbrennungen, unter den Narben leidet sie noch heute klaglos. Waisenkinder auf dem Land in Westafrika haben oft ein schweres Los, so auch Nabu. Schon als Kind arbeitete sie auf dem Feld und beaufsichtigte später die jüngeren Kinder der Pflegeeltern. Eine Schule hat sie nie besucht, sie ist aber eine Kämpfernatur: Mit 15 verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt mit Arbeiten in Restaurants oder als Haushaltshilfe. So schlug sie sich durch verschiedene afrikanische Länder durch und adaptierte irgendwie die Sprache ihrer Arbeitgeber: Französisch und Englisch. Über das Mittelmeer kam sie nach Spanien und von dort aus nach Deutschland.

Vor vier Jahren kam sie in die Gemeinschaftsunterkunft in Walldorf. Dort reinigte sie ehrenamtlich die sanitären Anlagen und arbeitete bei den saisonal anfallenden Arbeiten wie Laubfegen mit – getreu ihrem Motto: Jede Arbeit ist besser, als nichts tun. Vor Corona kam sie auch regelmäßig ins Begegnungshaus, um die Angebote zur Sprachförderung wahrzunehmen oder auch nur, um ein Schwätzchen zu halten. Sie ist immer freundlich und hilfsbereit: bei Gartenarbeiten oder beim Aufräumen nach den Veranstaltungen – sie ist zur Stelle.

Und auch in der Nachbarschaft tauscht sie sich gerne aus, hilft bei der Kinderbetreuung, wenn die Mutter in den Sprachkurs geht oder kauft ein, wenn jemand krank ist. Seit letztem Jahr hat sie eine Arbeit in der Spülküche einer Kantine gefunden. Sie macht dies sehr gerne und ist stets (aus Angst, zu spät zu kommen und damit respektlos zu erscheinen) überpünktlich.

Zur Zeit ruht aber auch diese Tätigkeit. Die Kantine ist wie so vieles geschlossen. Sie freut sich aber schon darauf, wieder zur Arbeit gehen zu können, wenn Lockerungen dies zulassen.