Alle Beiträge von Sabine

SAP-Freiwillige im Begegnungshaus

Am 24.06. hatten wir ganz besondere Gäste bei uns im Begegnungshaus. An diesem Tag konnten wir sechs Mitarbeiter*innen aus dem Global Controlling der SAP SE als freiwillige Helfer*innen bei uns begrüßen. Und wer uns kennt, weiß, dass es bei uns immer etwas zu tun gibt. 
Also ging es pünktlich um 9:30 Uhr los. Neben dem Garten, der immer Pflege bedarf, mussten das Treppenhaus und die Räume im oberen Stockwerk frisch gestrichen werden. Die sechs Freiwilligen arbeiteten über Stunden sehr fleißig. Zwischendurch gab es von uns zur Stärkung selbstgebackenen Kuchen, Butterbrezeln, frische Pizza und kalte Getränke. Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal sehr herzlich bei Thomas, Michael, Tamara, Martin, Philipp und Nadine für ihre tolle Arbeit und ihren engagierten Einsatz bedanken. Und natürlich auch bei SAP, die ihre Mitarbeiter*innen für diesen Freiwilligen-Einsatz während ihrer Arbeitszeit freistellt.

Ein Tag Urlaub für den Kopf…

Eigentlich lässt sich überhaupt nicht in Worte fassen, wie schön der „Tag der Ukraine“ im Begegnungshaus war. 
So viele Gäste sind unserer Einladung gefolgt, um mit uns gemeinsam ukrainische Köstlichkeiten zu essen, Musik zu hören und gemeinsam Lieder anzustimmen.
Der Sturm auf das Kuchenbuffet erinnerte an Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne“.
Kleine Künstler konnten sich in ukrainischer Malerei austoben und wunderbare Werke wurden später aus dem Haus getragen. 
Es war uns eine Freude auf unserer kleinen Bühne im Garten des Begegnungshauses dem mehrfach ausgezeichneten Geigenspieler Wolodomir zu lauschen oder Victoria tanzen zu sehen. Die zweifache ukrainische Meisterin verzauberte mit viel Können. Yaroslav, Ihor, Vitalik, Elena und viele mehr, sie alle trugen zur guten Stimmung bei. Die Band Lazy Fur um Tom Schwarzl begeisterte uns mit ihren Liedern. Zum Schluss erinnerte die Veranstaltung an einen Karaoke-Abend und der Ansturm auf die Bühne mit den Liedertexten auf dem Handy nahm kein Ende. 
So etwas Schönes hatten wir schon lange nicht mehr im Begegnungshaus. Wir bedanken uns herzlich bei allen Köchen, Kuchenspendern, der Metzgerei Pütz, Sängern, Musikern, Künstlern, Helfern und natürlich bei unseren tollen Gästen, die diesen Tag erst so unvergesslich gemacht haben. Es war wie ein Tag Urlaub für den Kopf. Vielen Dank!

Impressionen vom Tag der Ukraine

Weitere Spenden für die Ukraine

In den letzten Wochen haben uns zum einen viele Sach-Spenden, aber auch viele Spendengelder für die Ukraine erreicht. Es ist toll, so viel Hilfsbereitschaft zu erleben. Unter anderem hat sich auch das Walldorfer Astor-Stift beteiligt. Herr Antritter, der Leiter des Pflege-Zentrums, hat uns persönlich die zahlreichen Sach-Spenden überreicht. Und diese sind inzwischen auch in der Ukraine angekommen. Das strahlende Gesicht des Mädchens in ihrem neuen Rollstuhl ist herzerwärmend und spornt uns für unsere weiteren Hilfen an. 

Und auch die kath. Frauengemeinschaft St. Peter Walldorf hat uns eine Spende in Höhe von 300 Euro für die geflüchteten ukrainischen Frauen und Kinder zukommen lassen. Diese wurde vor Kurzem an unsere Vorsitzende Katrin Siebold im Begegnungshaus überreicht.

ALLEN Spendern*innen ein herzliches Dankeschön! 

Dürfen wir vorstellen – Lyuba und Rita aus der Ukraine

Heute möchten wir über zwei junge Frauen berichten, die im März aus der Ukraine zu uns nach Walldorf geflüchtet sind. Lyuba und Rita sind Schwestern, die direkt bei Kriegsbeginn (genau an Lyubas 25. Geburtstag!) auf Drängen ihrer Eltern, die sie in ihrer Heimatstadt zurückgelassen haben, geflüchtet sind. Bis dahin studierte Lyuba an einer Sport-Universität und spielte für einen ukrainischen Fußball-Verein. Und Rita arbeitete als Tätowiererin. Mit dem Zug kamen sie über Polen nach Berlin, von wo aus sie nach Karlsruhe verteilt worden sind, um schließlich in Walldorf untergebracht zu werden. Sie haben schnell Anschluss im Begegnungshaus gefunden und in kürzester Zeit waren sie jeden Nachmittag bei uns im Haus und helfen seitdem unermüdlich bei Allem, was tagtäglich so anfällt. Für unser Team sind die Beiden eine große Hilfe und sie sind wiederum dankbar, eine Aufgabe hier zu haben, die ihren Alltag ein bisschen strukturiert. Herzlich willkommen in Walldorf, Lyuba und Rita!

Rita und Lyuba

Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor groß in Walldorf, was uns alle sehr freut. Im Mai fand ja ein Online-Benefiz-Konzert zugunsten von ukrainischen Flüchtlingen statt. Bei diesem Konzert kamen über 1500 Euro an Spenden zusammen, die unsere Arbeit weiterhin ermöglichen. Noch einmal vielen Dank dafür!

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere Fahrrad-Werkstatt nimmt weiterhin sehr gerne Fahrrad-Spenden an.

Hoffnungslauf der Schillerschule – Vielen Dank für die Spende!

Ende April veranstaltete die Schillerschule Walldorf einen Hoffnungslauf zugunsten der ukrainischen Flüchtlinge, die hier bei uns in Walldorf untergekommen sind. Nach Eingang der Spenden und dem Auszählen kam die unglaubliche Summe von rund 21.000 Euro zusammen! Diese Summe wurde nun zu gleichen Teilen drei Walldorfer Institutionen übergeben, die sich sehr für die Flüchtlinge engagieren. Dies sind die Kleiderstube, die Tafel und das Begegnungshaus in Walldorf. Wir als Verein Begegnungen in Walldorf e.V. möchten uns ganz herzlich bei der Schillerschule, ihrem Förderverein und allen Teilnehmenden und Spendern für diese großzügige Summe bedanken. Damit ist unsere vielfältige Arbeit in der Integration und der ganz praktischen Hilfe für die Geflüchteten weiterhin gesichert. Wir freuen uns, auch in den nächsten Monaten viele verschiedene Angebote und Aktionen für die Geflüchteten zu organisieren und sie mit tatkräftiger Hilfe in ihrem neuen Leben hier bei uns in Walldorf zu unterstützen.

Spendenübergabe am 3. Juni 2022

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere Fahrrad-Werkstatt nimmt weiterhin sehr gerne Fahrrad-Spenden an.

Und plötzlich war alles ganz anders

Mit Ankunft der ersten ukrainischen Familien änderte sich von heute auf morgen die Luft im Begegnungshaus:
Veränderung lag in der Luft! Im positiven Sinne wohlgemerkt. 
Kamen in der nahen Vergangenheit noch regelmäßig „unsere“ Syrer, Afghanen, Gambier etc., um sich bei uns Hilfe oder Spenden zu holen, so bekamen wir plötzlich WhatsApps mit Hilfsangeboten von ihnen oder es wurden Spenden für die Ukrainer im Begegnungshaus abgegeben. „Ich weiß genau, was es bedeutet, plötzlich vom Tisch aufstehen zu müssen und zu fliehen. Ich erinnere mich noch genau“, erzählt Mohammed, der selber 2015 aus Syrien nach Deutschland geflohen ist, mit Tränen in den Augen. 
Wir sind stolz auf diese Menschen , welche sich wunderbar hier eingefunden haben und dazu beitragen, Walldorf bunter und reicher zu machen. Die uns dabei unterstützen, unsere neuen Walldorfer Mitbürger*innen willkommen zu heißen. Die ihr Herz am rechten Fleck haben, wie man so schön sagt. Dieser Zusammenhalt lässt uns auch in dieser aktuellen Krisen-Situation weiter an das Gute in den Menschen glauben und gibt uns Zuversicht, dass auch wieder bessere, friedlichere Zeiten kommen werden.

Wir möchten uns auf diesem Wege auch noch bei all den zahlreichen Spendern*innen ganz herzlich für die vielen Spenden für die Geflüchteten aus der Ukraine bedanken, die uns in den letzten Wochen im Begegnungshaus erreicht haben. Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor groß und wir nehmen weiterhin gerne Fahrräder, sommerliche Frauenkleidung und Haushaltsartikel an.

Ein Handabdruck für den Frieden

Im Begegnungshaus lädt eine weiße Wand geradezu dazu ein, ein ungewöhnliches Kunstprojekt zu beginnen. Vor einiger Zeit haben wir von den Handabdrücken unserer Nachhilfeschüler*innen berichtet. Diese neu gestaltete Wand gefällt uns so sehr, dass wir nun in einem unserer Café-Räume ein riesiges Peace-Zeichen, bestehend aus lauter Handabdrücken, gestalten möchten. Wer also Zeit und Lust hat, sich an diesem Projekt zu beteiligen (sei es beim Einbringen mit Zeit, um das Projekt zu beaufsichtigen oder auch nur um einen Handabdruck an unserem großen Peace-Zeichen zu hinterlassen), ist herzlich eingeladen bei uns im Begegnungshaus vorbei zu schauen. Startschuss für diese tolle Aktion ist am Mittwoch, dem 1. Juni um 15 Uhr!

Also zieht alte Klamotten an, bringt Pinsel und Farben mit und helft mit, etwas Ungewöhnliches zu schaffen. Einen Handabdruck für den Frieden eben. Wir freuen uns auf Euch!

Ein neues Gesicht im Begegnungshaus

Seit Anfang Mai haben wir nun eine neue Mitarbeiterin im Begegnungshaus. Da unsere Mitarbeiterin Kim nun schon länger krankheitsbedingt ausfällt (Alles Gute weiterhin für dich, Kim!), unterstützt uns jetzt Gisela stundenweise im Büro. Hier stellt sie sich selber kurz vor:

„Hallo, ich bin Gisela Jekel. Ich befinde mich seit kurzer Zeit im Rentenstand. Ich bin 67 Jahre alt, nicht verheiratet und wohne im schönen Walldorf. In meiner beruflichen Vergangenheit war ich als Verlagsangestellte bei zwei ortsansässigen Tageszeitungen in Heidelberg tätig. Seit 1996 bin ich zudem als selbstständige Versicherungsfachfrau tätig, zuletzt als Gesundheitsexpertin einer privaten Krankenversicherung. Nun freue ich mich auf meinen neuen Wirkungskreis im Begegnungshaus.“

Herzlich willkommen in unserem Team, Gisela!

Gisela, unsere neue Mitarbeiterin.

Tschüss Julian

Nach mehr als einem halben Jahr mussten wir uns leider Ende April von unserem Sozial-Praktikanten Julian verabschieden. Er war unser erster Praktikant und hat die Messlatte für eventuelle Nachfolger*innen gleich hoch angelegt. Hier verabschiedet er sich selber:

„Meine Zeit hier im Begegnungshaus geht nun doch früher als geplant zu Ende. In den letzten fast 7 Monaten habe ich sehr nette Menschen kennengelernt und jeden Tag etwas Neues erlebt. Ich habe mich vom ersten Tag an sehr willkommen gefühlt und wurde gut im Team aufgenommen. Dadurch bin ich jeden Tag immer wieder gerne ins Begegnungshaus gegangen. Egal ob in der Fahrrad-Werkstatt, bei der Nachhilfe oder im Büro: es gab immer was zu tun. Nun ist diese Zeit leider schon vorbei. Nach meinem Praktikum im Amt für Straßen- und Radwegebau in Heidelberg, was in Kürze beginnt, möchte ich mich, bevor mein Studium (Infrastruktur-Management) los geht, noch weiter engagieren. Allen, die mit dem Gedanken spielen, sich nach dem Abitur ein Jahr lang sozial zu engagieren, kann ich nur aus vollstem Herzen empfehlen, sich im Begegnungshaus zu bewerben. Anderen Menschen zu helfen (vor allem in dieser aufreibenden Zeit), ist ein tolles Gefühl und macht einen sehr glücklich. Ich hoffe sehr, dass sich ein/e Nachfolger*in im Begegnungshaus meldet, um dieses tolle Team zu unterstützen. Ihr werdet es nicht bereuen!“

Julian, es war toll, dich in unserem Team zu haben! Wir sagen Dankeschön für deine wertvolle Arbeit und wünschen dir für deinen weiteren Lebensweg alles Gute.